Gus Hansen wieder im Abschwung

Sowohl für Fans als auch Kritiker war der Sieg des großen Dänen bei dem Heads-Up Turnier der World Series of Poker Europe eine wahre Wohltat. Gus Hansen erhielt damit nicht nur ein stattliches Preisgeld und sein erstes Bracelet, sondern zeigte endlich mal wieder, dass er nach wie vor die Kunst des Pokerns beherrscht.

Nachdem er in diesem Jahr bisher meist durch das schreiben roter Zahlen aufgefallen war, wollten viele in diesem errungenen Erfolg in London einen Grundstein für ein Comeback sehen. Schaut man nun aber an, was der Däne seitdem online so geleistet hat, muss man diese Hoffnung wohl schnell wieder fahren lassen. Bereits über das Wochenende musste der Full Tilt Profi einige Verluste hinnehmen, aber mit dem Beginn der Woche ging es für Hansen so steil bergab, dass es gestern einfach in einer Katastrophe enden musste.

An nur einem Tag - also innerhalb von 24 Stunden - verlor er an den digitalen Spieltischen sage und schreibe eine Millionen Dollar. Um diese nicht gerade erstrebenswerte Leistung zu erreichen spielte Hansen insgesamt 24 Sessions, in denen er über 3 tausend Hände aufnahm. Traurig aber wahr - die großen Pots verlor er dabei. Allein der Spieler DrugsOrMe nahm den einstigen Shooting-Star der Pokerszene über eine halbe Millionen Dollar ab.

Traurig aber wahr; wenn es für den großen Dänen weiter so bergab geht, hat er wohl die Zahl von 10 Millionen Dollar im negativen Ausschlag bald übertrumpft. Da fragt man sich doch ernsthaft, wie ein so guter Spieler in seiner Leistung so sehr abrutschen kann. Manche vermuten, dass sein Spielstil inzwischen einfach zu antiquiert sei. Während man vor einigen Jahren als Konkurrent Hansens noch ordentlich mit seinem aggressiven Spielstil zu kämpfen hatte, konnten sich inzwischen effektive Strategien entwickeln, um damit umzugehen. So wird Hansen die lockere Hand an den Chips schnell zum Verhängnis. Und schon steht man auch als Sympathisant des großen Dänen schnell vor der Frage, wie lange er sich das noch leisten kann.

geschrieben am 11.10.2010 von Fabian Fehrmann


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