Ali Tekintamgac verklagt Partouche

Im November des vergangenen Jahres sorgte der Deutsch-Türke Ali Tekintamgac aus Augsburg für einen perfekten Skandal, indem er bei der Partouche Poker Tour in Frankreich disqualifiziert wurde. Tekintamgac hatte es bei diesem Turnier immerhin bis an den Final Table geschafft.

Der Grund für das ausscheiden war so einfach wie deutlich; Tekintamgac soll betrogen haben. Wie genau und welche Beweise Partouche dafür hatte, ist noch immer nur wage überliefert, aber nun geht diese Angelegenheit in die zweite Runde. Tekintamgac hat nämlich den Veranstalter - das Familienunternehmen Partouche Casinos - verklagt.

Und das nicht zu knapp; er und seine französische Anwältin Filiz Tinas wollen nicht weniger als 1,5 Millionen Euro dafür, dass Patrouche Tekintamgac als Spieler vom Final Table ausgeschlossen hatte. Wie sich diese Summe zusammenrechnet, ist alles andere als offensichtlich, da Tekintamgac mit der Teilnahme am Final Table lediglich 110 tausend Euro sicher waren. Sogar der erste Platz des Turniers war nur mit einem Preisgeld von 1,3 Millionen Euro vergütet- wie kommen Tekintamgac und seine Anwältin also auf 1,5 Millionen Euro?

Hierzu steht Filiz Tinas selbst Rede und Antwort: "Herrn Tekintamgac stehen 1,3 Millionen Euro zu, weil er das Turnier hätte gewinnen können. Diese Möglichkeit wurde ihm durch die Disqualifikation genommen", erklärt sie unerschrocken. Dazu kommen dann noch 200 tausend Euro Schadensersatz, weil Partouche durch die Disqualifikation Tekintamgacs Ruf geschadet habe.

Interessanterweise scheint dabei völlig vergessen zu sein, dass es gute Gründe gab Tekintamgac von dem Pokerturnier auszuschließen. Laut Partouche sind eindeutige beweise dafür bei der Polizei eingereicht worden und laut diverser Quellen gibt es acuh ein Ermittlungsverfahren gegen Tekintamgac. Die Anwältin Filiz Tinas will davon aber nichts wissen und erklärt: "Mein Mandant wurde von der französischen Polizei weder zu dem Vorgang befragt, geschweige in der Sache vorgeladen."

Offenbar rechnen sich Tekintamgac und seine Anwältin gute Chancen auf die 1,5 Millionen Euro aus. Da haben aber die Anwälte von Patrick Partouche und seinen Casinos aber auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und diese Wörter sollten bei einem Milliarden-Unternehmen wie den Partouche-Casinos nicht zu knapp ausfallen.

geschrieben am 24.02.2011 von Jessica Neumann


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