Das Ende des Glücksspielstaatsvertrages

Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag ist ein unbeliebtes Überbleibsel eines misslungenen Regulierungsversuches. Vom Europäischen Gerichtshof kritisiert, von Spielern verschmäht und dabei sowieso schon fast vor der Pensionierung, denn Ende diesen Jahres läuft die Gültigkeit des deutschen Glücksspielvertrages aus.

Und obwohl sich einige Gerichte noch hartnäckig an die Gültigkeit dieser Regulierung hielten, zeichnet sich seit einer ganzen Weile am Horizont ab, dass hier eine neue Regelung fällig werden dürfte.

Allen voran war es das Bundesland Schleswig-Holstein, die eine öffnung des deutschen Glücksspielmarktes befürwortete. Laut der Zeitschrift "Lübecker Nachrichten" steht das Bundesland damit aber nun auch nicht mehr alleine da, sondern hat nun auch die Unterstützung der anderen 15 Bundesländer. Zumindest die der Ministerpräsidenten, denn diese trafen sich vor kurzen erneut, um das Thema Glücksspielstaatsvertrag zu diskutieren, da sie sich bei der vergangenen Ministerkonferenz nicht einigen konnten.

Offenbar konnten sie sich nun aber einigen und kamen zu dem Ergebnis, dass man den deutschen Markt für Glücksspiel für private Anbieter öffnen sollte. Die wahrscheinlichste Lösung dabei - wie viele schon immer vermutet haben - ist ein Modell mit Konzessionen, die vom Staat vergeben werden. So wird also mit staatlichen Lizenzen gearbeitet, die dem jeweiligen Bundesland eine beträchtliche Summe an zusätzlichen Einnahmen in die Kassen spülen sollten.

Wie genau das Modell am Ende aussehen wird, ist natürlich noch nicht bekannt. Anfang des kommenden Monats wollen sich die Ministerpräsidenten aber erneut treffen und dann wird auf der Tagesplanung stehen, die Details für einen neue und liberalere Regelung des Glücksspielmarktes zu diskutieren.

Für die deutsche Pokerszene wird diese Neuerung zweifellos Folgen haben und man kann gespannt sein, wie sich das angestrebte Modell gestalten wird. Besonders heiß diskutiert dürfte die Reichweite der vergebenen Lizenzen sein. Eine Befürchtung die in diesem Zusammenhang immer wieder geäußert wird, ist die Abschottung des Internet-Pokers.

Sie befürchten die deutschen Online-Spieler eine Abschottung des deutschen Raumes vom internationalen Pokermarkt - ähnlich wie in Frankreich und Italien schon geschehen. Diesbezüglich muss man aber wohl einfach abwarten und das Beste hoffen.

geschrieben am 17.03.2011 von Tanja Eberhardt


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