Die EU-Strategie in der Pokerfrage

Der Markt für Glücksspiele im Internet wuchert weltweit bekanntlich seit Jahren. Und wie es bei wuchernden Phänomenen nun mal so ist, wächst der größte Teil im Verborgenen und ist damit unzugänglich für Regulierende Instanzen.

Beim Online Gambling ist das ebenso der Fall und so kommt dort angeblich auf jeden legalen Anbieter für einend er einschlägigen Glücksspiel-Bereiche gleich fünf andere Websites, die ein unerlaubtes Angebot offerieren. Damit geht natürlich den regulierenden Instanzen auch eine Menge Geld durch die Lappen - 2008 sollen es 4 Milliarden Euro gewesen sein. Innerhalb der nächsten Jahre soll sich diese Summe sogar noch verdoppeln.

Darum wird es höchste Zeit, ein einheitliches Modell auf die Wege zu bringen, die dieses Phänomen in seine Schranken weist. Dieser Meinung scheint man zumindest in der EU zu sein. So hat die EU-Kommission in dieser Woche ein Grünbuch veröffentlicht, in dem sich abzeichnen soll, wie man das Internet-Gambling rechtlich erfassen kann. Und das hat natürlich auch Wirkungen auf die Online Poker Szene.

Deutlich wird zum einen, dass man sich von jenen Modellen wegbewegen will, die lediglich auf einer nationalen Ebene funktionieren. Es scheint für eine Gemeinschaft wie die Europäische Union nicht sinnvoll, wenn jedes Land in der Internet Glücksspiel Frage sein eigenes Süppchen kocht. Daher will man ein Europäisches Modell schaffen.

Wichtiger Bestandteil darin wird das Thema Suchtprävention sein und da soll das Europäische Modell glänzen, wo der deutsche Glücksspielvertrag scheiterte. Fragen um die Prüfbarkeit von Identitäten, Nachweis des Alters und dem verwandte Themen sollen unter Einbezug der Anbieter beantwortet werden. Noch bis Mitte des Jahres sollen diese, genauso wie Vereine und Regierungen, ihre Meinungen dazu äußern.

Problematisch ist aber mal wieder, inwiefern ein geschützter Markt nicht auch ein abgeschotteter Markt ist. Dies befürchten bereits viele Anbieter, sollte das Lizenzmodell eingeführt werden. Aber vielleicht ist das auch einer der wenigen Wege, um einen illegalen Markt zu unterbinden.

geschrieben am 28.03.2011 von Tanja Eberhardt


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