"Hitting the Nuts" - Poker im Kino

Das Poker sein Unterhaltungspotential auch im Fernsehen entfaltet, sieht man inzwischen aller Tage wieder. Die großen Turniere werden im TV ausgestrahlt und werden mit Begeisterung verfolgt. Auch gibt es ganz eigene Formate für Prominente wie Stefan Raab, der erst vor kurzem mit der neuem Auflage von TV Total Poker Nacht sein Talent auf die Probe stellte.

Es funktioniert also, mit dem strategischen Kartenspiel abendfüllende Unterhaltung zu produzieren. Aber wenn es auf die ganz großen Leinwände gehen soll, kommt so mancher Streifen mit Poker als Thema zum straucheln. Im Kino sind schon so manche Versuche gefloppt, die Atmosphäre des Spiels zu vermitteln. Sogar Blockbuster wie der James Bond Film Casino Royale mussten als Kritik hinnehmen, dass die endlosen Spielszenen tot-langweilig waren. Der neuste Versuch mit einem Film die Kinos zu erobern, der Poker zum Thema hat, könnte aber durchaus glücken - "Hitting the Nuts".

Von dem Regisseur Joe Boyd wurde der Film mit den verrückten Namen abgedreht und wurde zuletzt auf dem Cincannati Film Festival vorgestellt. Dabei kam der Streifen nicht nur beim Publikum sehr gut an, sondern bekam auch bei den Kritikern hervorragende Wertungen.
Ohne zu viel verraten zu müssen, kann man durchaus ein wenig über den Inhalt des Films erzählen. Es geht natürlich um ein Pokertunier, welches jedes Jahr in Scott Country, Indiana stattfindet. Um dieses Setting gruppieren ich die Hauptcharaktere, die so absurd sind wie der Titel des Films: ein pokerspielender Amish, eine ehrgeizige Kellnerin und diverse andere Figuren aus der Kleinstadtkulisse. Die Dialoge sind absurd, urkomisch und spielen mit dem Prinzip, dass die Figuren immer genau das von sich geben, was sie besser für sich behalten sollten.

Der Humor des Films traf voll ins Schwarze und es wurde der 2010 Audience Award verliehen. Für wen das schon nach einem viel versprechenden Grund klingt, sich mal wieder an den Kino-Kassen anzustellen, dem sei auch der Trailer ans Herz gelegt, den man sich natürlich problemlos im Internet anschauen kann.

geschrieben am 28.10.2010 von Tanja Eberhardt


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