Las Vegas - das Ende der Glücksspielmetropole?

Las Vegas ist doch eigentlich das Mekka für alle großen Pokerspieler. Die Stadt der World Series, die Heimat vieler Stars aus diesem Genre und jede Nacht Highstakes-Aktion bis zum abwinken. So war es jedenfalls mal und sollte es zumindest sein, aber in der jüngsten Vergangenheit mehren sich die Stimmen, dass in der großen Glücksspielmetropole in der Wüste die Luft raus ist. Die Aktion ist jetzt in Macau, oder sonst wo, aber nicht mehr in las Vegas.

Mit dem Tempo, mit dem sich diese Meinung unter den etablierten Namen der Szene verbreitet, häufen sich auch die Meldungen über Stars der Szene, die ihren Wohnsitz in Las Vegas eventuell aufgeben wollen. Zuerst war es Texas Dolly Doyle Brunson, der vergangene Woche in seinem Blog über die Entwicklungen in Las Vegas schimpfte. Nun gibt auch der erfolgreichste Pokerspieler der Welt - Phil Ivey zu bedenken, dass er vielleicht bald das Weite suchen wird.

Das Big Game habe in der Stadt nachgelassen, schimpfen diese erfolgreichen Spieler. Aber warum ist das so? Ivey hat eine interessante Meinung dazu: "Als Chip Reese gestorben ist, war es im Grunde vorbei. Es gibt wirklich kein Big Game mehr in Vegas, außer vielleicht während der WSOP oder während eines anderen Turniers." erklärte er. Das ist eine durchaus kreative Sicht auf die Dinge, aber man wird sicher nicht leugnen können, dass auch die Weltwirtschaftskrise ihre Wirkung auf die Pokerindustrie in Las Vegas haben wird.

Hinzu kommt, dass Las Vegas nicht mehr wirklich die Hauptstadt des Glücksspiels ist und besonders im Poker das Turnierangebot sehr global geworden ist. Ebenso ist das Online Poker in den vergangenen Jahren unglaublich gewachsen und so spielen viele Pokerfans lieber zuhause vor dem Rechner bei Online Turnieren, statt einen Flug nach Las Vegas zu buchen.

Daraus ergibt sich die Situation, die Ivey bemängelt wenn er schreibt: "Vor ein paar Jahren gab es an vier bis fünf Nächten pro Woche gute Partien. Heute maximal an ein bis zwei." Es ist eben auch in Las Vegas einfach nicht mehr wie fürher.

geschrieben am 01.02.2011 von Tanja Eberhardt


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