Ginette22 - der Millionenbetrüger und sein Poker-Account

Der Name Ginette22 wird auf das Gesicht so mancher regulären Spieler bei den Nosebleed Limits ein wissendes Lächeln zaubern, hat er ihnen doch in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres eine Menge Einnahmen beschert. Innerhalb eines kurzen Zeitraums verzockte nämlich ein Unbekannter mittels dieses Pseudonyms auf der bekannten Online Poker Plattform beinahe eine Millionen Dollar.

Dann verschwand der Name aber sehr plötzlich wieder von den Tischen und wäre vermutlich vergessen worden, wenn nun nicht überraschen und in sehr heiklen Zusammenhängen seine Identität gelüftet worden wäre.

Hinter dem Namen Ginette22 steckt nämlich niemand geringeres als der amerikanische Multi-Millionär Jeremy Johnson aus Utah. Er verspielte mit diesem Account also das Geld, machte aber darüber hinaus noch mit ganz anderen Taten Schlagzeilen. Er ist nämlich derzeit angeklagt, mittels seiner Firma I Works seine Kunden um eine gigantische Summe betrogen zu haben. So soll er mittels zweifelhafter Kreditkartengeschäfte die Konten seiner Klienten um sage und schreibe 275 Millionen Dollar erleichtert haben. Da wirken seine Ausgaben im Pokerbereich auch gar nicht mehr so umfangreich.

Diversen Informationen zufolge soll er auch seinen Poker-Account für zweifelhafte Aktionen genutzt haben. So soll er - da das Image von dem Spielernamen ?Ginette22? äußerst schlecht war - den Account einem Pokerprofi geliehen haben, der daraus Profit schlagen sollte. Johnson hätte dafür ein Anteil von 50 Prozent gewunken, aber viel Erfolg hatte der Poker-Profi auch nicht.

So wie in diesem Beispiel, geht scheinbar vieles in die Brüche, was Johnson anpackt. Eine Untersuchung durch die Federal Trade Commission wegen der besagten Betrügereien am Hals, Millionen im Online-Poker verzockt und auch in Las Vegas-Casinos hat er einiges an Geld gelassen. Zwei Millionen davon allein im berühmt berüchtigten Wynn Resort. Sollten sich die Anschuldigungen des Betruges in dreistelligen Millionen-Beträgen bewahrheiten, muss der spielsüchtige Johnson aber sicher bald seinen Lebensstandart enorm umstellen müssen.

geschrieben am 15.02.2011 von Jessica Neumann


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