Neues Gesetz mischt Glücksspielgewerbe in Österreich auf
Ein neues Gesetz für die Regulierung von Glückspiel wurde am 13. April in Österreich beschossen. Neben der Vergabe von Lizenzen für Casinos und Spielautomaten gibt es auch interessante Neuregulierungen für die Poker-Gemeinschaft.
Bisher existieren in Österreich zwölf Casinos, welche alle der Reihe Casino Austia angehören. Die vergebenen Lizenzen für Casinos sollen nun aber neu vergeben werden, so wurde berichtete. 2012 sollen sechs dieser Lizenzen unter den Spielcasinos neu verteilt werden. Drei Jahre später (2015) folgen weitere Ausschreibungen für Lizenzen- neun an der Zahl- welche erstmals auch europaweit gelten sollen. Damit wird es in den nächsten fünf Jahren deutlich mehr Wettbewerb unter den Casinos in Österreich geben.
Weitere Neuregulierungen wird es bei den Spielautomaten geben: auf zwölftausend Einwohner wird nun ein Spielautomat erlaubt sein. Dies bedeutet, dass es in Zukunft weniger Spielautomaten in Österreich geben wird, als bisher. Dafür wird allerdings der Betrag erhöht, der maximal in einen dieser Automaten eingeworfen werden kann. Bisher war dies auf 50 Cent beschränkt und auf einen maximalen Gewinn von 20 Euro limitiert. Nun können aber bis zu 10 Euro eingeworfen werden und eine Gesamtgewinnausschüttung von bis zu zehntausend Euro erzielt werden.
Dafür verlangt der Staat aber einen Anteil von 30 Prozent der Gewinne, weshalb alle Spielautomaten mit einem Zentralrechner verbunden sein werden. Diese Regulierung sorgte aber für starke Kritik, vor allem bei den Grünen.
Eine neue Bestimmung für die Regulierung für Poker wird allerdings besonders das Glücksspiel in Österreich neu mischen. Weiterhin gibt es für Poker eine Lizenz, da es aus juristischer Sicht ein Glücksspiel ist. Es ist aber grundsätzlich erlaubt, wenn es ohne Bank gespielt wird. Darunter fällt auch das kleine Wirtshauspoker, in dessen Rahmen einmal im Quartal ein kleines Turnier mit maximal 100 Teilnehmern stattfinden darf. Mit zehn Euro ist auch der Höchsteinsatz limitiert.
Auf Kritik stößt das Gesetz aber in dem Punkt, dass es keine Regelung für das Online-Poker vorschlägt. Wortmeldungen von Online-Anbietern verlauten, dass damit eine Gelegenheit versäumt wurde, das Österreichische Gesetz an den internationalen Stand anzugleichen und somit einen wachsenden Sektor des Glücksspielmarktes juristisch zu erschließen.
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