New York Times entwarnt wegen Poker Bots

In der Pokerszene ist das Thema schon lange diskutiert, wenn nicht sogar ausdiskutiert worden. Dennoch droht es immer noch wie ein Damoklesschwert über dem Online Poker zu schweben. Die Rede ist natürlich von den allseits unbeliebten Poker Bots, die nicht nur ein Besorgnis für die Spieler sind, sondern auch ein echtes ärgernis für die Anbieter.

Nun hat dieses Thema auch den Weg hinaus aus der Pokerszene gefunden und die große amerikanische Zeitung New York Times berichtete am vergangenen Wochenende über die Problematik um die fragwürdigen Computer-gesteuerten Pokerspieler. Allerdings kamen die Redakteure der großen Zeitung in ihren Recherchen zu dem Ergebnis, dass man Entwarnung geben könne. Zwar wurde immer wieder mal ein Account bei den großen Anbietern entdeckt, der mit einem solchen Bot arbeitete, aber diese werden meist früher als später gesperrt.

Außerdem spielen die handelsüblichen Pokerbots noch immer ausgesprochen schlecht. In den meisten Fällen verlieren sie und können praktisch nur an den Tischen eingesetzt werden, an denen es um sehr geringe Einsätze geht und sich die eher unerfahrenen Spieler tummeln. Der Grund dafür ist die psychologische Dimension des Pokerspiels, die über das reine rechnen mit Wahrscheinlichkeiten hinausgeht. Damit kommt ein einfaches Computerprogramm nicht klar.

Der durchschnittliche Spieler muss sich also nicht von den Bots allzu sehr bedroht fühlen, sollte aber Vorkommnisse - also wenn ein Spieler am Tisch durch dauerhaft seltsames Verhalten auffällt - dem jeweiligen Poker Portal melden. Denn für die Anbieter sind die Pokerbots fast schon die größeren ärgernisse. Und warum?

Die meisten Bots werden heutzutage nicht dazu eingesetzt, auf Gewinn zu spielen. Im Gegenteil; der Besitzer des Accounts muss sich eher mit einer Plus-Minus-Null- Ausbeute an direkten Gewinnen zufrieden geben. Viel mehr haben die Bots den Effekt, dass sie durch ihr endloses und unermüdliches Spielen unzähliger Hände enorme Mengen an Rake produzieren, der durch verschiedene Rake-Back- Prozeduren der Anbieter zurück an den Account gezahlt werden.

Davon profitiert letztendlich nur der betrügende Besitzer des Accounts. Für das Poker-Netzwerk ist das ausgesprochen ärgerlich, weil diese Summen an Rake Kapital darstellen, die niemanden etwas nützen. Daher kommt es bei den großen portalen regelmäßig zu Ermittlungen und Netzwerk-Scans, um solche Bots aufzuspüren.

geschrieben am 22.03.2011 von Jessica Neumann


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