Online Poker nicht im Parteiprogramm der Demokraten enthalten

Vor Kurzem war in den Nachrichten zu lesen, dass die Republikaner das virtuelle Glücksspiel strikt ablehnen.

Aber die demokratische Partei hat in ihrem neuen Programm auch eine Position zum virtuellen Glücksspiel bezogen: gar keine. In dem Parteiprogramm, welches 70 Seiten dick ist und das im Rahmen der "Democratic National Convention" im Bundesstaat North Carolina entschieden wurde, wird nichts zum virtuellen Pokerspiel gesagt und auch das virtuelle Glücksspiel allgemein findet hierin keinen Platz.

Dieses Thema machte in den vergangenen Monaten in Amerika Schlagzeilen; dies war auf den "Schwarzen Freitag" und dessen Folgen zurückzuführen. Im Programm ist lediglich zu lesen, dass man 98 von 100 Amerikanern einen kabellosen Internetzugang gewähren will.

Dazu preist man die "Internetfreiheit" an; denn das Netz soll als Portal für Handel, Debatten, Lernen und auch Neuerungen im aktuellen Jahrhundert fungieren. Das Glücksspiel im Netz wird hier nicht angesprochen. Die Organisation "Poker Players Alliance" ist darüber nicht erfreut.

Ein Organisationssprecher erklärte in einer Stellungnahme, dass dies zwar besser ist, als das Verlangen eines strengen Verbots, doch seiner Ansicht nach hat man eine große Chance vorbeiziehen lassen, welche zahlreiche Pokerspieler und Unterstützer in ihrer Funktion als Wähler in einer Wahl anziehen kann, die vermutlich sehr knapp ausfallen wird.

Im Gegenteil zu den Umfragedaten ist eine knappe Wahl mittlerweile wieder denkbar. Im Rahmen einer CNN-Umfrage stehen die beiden Kandidaten, der demokratische Obama und der republikanische Romney, aktuell auf derselben Augenhöhe.

Es wäre möglich, dass die demokratische Partei das Thema virtuelles Pokerspiel, das nicht ohne Gefahren ist, bewusst nicht zur Sprache gebracht hat. Man befürchtet zu sehr, die konservativen Wähler zu verscheuchen.

Es steht aber fest, dass die Erlaubnis des virtuellen Pokerspiels in den Vereinigten Staaten viel näher rückt, wenn die Demokraten die Wahl für sich entscheiden.

geschrieben am 20.09.2012 von Tanja Eberhardt


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