Griechischer Betreiber auf Zypern bisher ohne Regulierung

Die Diskussion über die Untersagung von virtuellem Glücksspiel auf der Mittelmeerinsel Zypern und den Vorrechten des Glücksspielmonopolinhabers "OPAP" aus Griechenland, welcher die Lotterie und weitere Glücksspiele auf der Insel gemäß einer Übereinkunft mit Griechenland führt, wurde nochmals verschärft.
Anfang Juli 2012 segnete das Parlament der Insel ein Gesetz ab, welches besagt, dass Sportwetten mit gewissen Vorgaben gestattet und dass virtuelles Pokerspiel und Casinos untersagt sind. "Betfair", ein Betreiber, der auf der Insel arbeitet, reichte als Folge dessen eine Klage ein. Er ist der Meinung, dass dieses Gesetz Fehler aufweist und nicht mit den EU-Gesetzen konform ist.
Zudem fällt der griechische Monopolist nicht unter dieses Gesetz. Als dieses abgesegnet wurde, erfolgten etliche Brandanschläge auf die Filialen von "OPAP". Man geht davon aus, dass diese anderen Betreibern zuzuschreiben sind und rund 40 Personen wird vorgeworfen, dass sie in die Anschläge verwickelt sind.
Es kam zu weiteren Aufregungen, als die Parlamentsmitglieder von Zypern herausbekamen, dass die Arbeit des griechischen Betreibers seit seinen Anfängen auf der Insel Ende der 60er Jahre komplett ohne Regulierung blieb. Es wurde ein Treffen veranstaltet; hier ließ der Präsident des Justizausschusses im Parlament verlauten, dass man sich über die Lücken im Gesetz im Klaren ist.
Man wollte ein Gesetz auf die Beine stellen, dass die Spieler schützt und Geldwäsche unterbindet; doch es hat sich erst vor Kurzem abgezeichnet, dass keiner wusste, wie es mit den Wetten bei dem griechischen Betreiber wirklich steht. Die Justizverwaltung und die Polizei der Insel machten den Parlamentsmitgliedern klar, dass wenn dieses Gesetz nicht auch für den griechischen Monopolisten greift, dieser ohne Kontrolle des Staates aktiv sein kann.
Der Präsident teilte mit, dass die Zusammenkunft den Zweck hat, die Möglichkeiten aller Parteien zu sammeln und das, bevor eine Regulierung des Betreibers erfolgt. Dieser sagte, dass sein PC-System mit dem des Ministeriums für Finanzen verknüpft ist und somit absolut überschaubar ist.
Die gebeutelte Regierung Griechenlands denkt offenkundig darüber nach, den Anteil an dem Betreiber, der der größte Wettbetreiber in Europa ist, zu veräußern. Dies hätte zur Folge, dass die übereinkunft mit der Mittelmeerinsel in Zweifel gezogen werden würde.
geschrieben am 17.09.2012 von Tanja Eberhardt
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