Gibt es die "Paysafecard" bald nicht mehr?

Die "Paysafecard" ist neuartig und wird vermutlich schon von jedem fünften Spieler und Sportwettenfreund verwendet.

Die Karte ist ganz einfach zu nutzen; denn es gibt sogenannte Wertkarten mit einem maximalen Betrag von 100 Euro an der Tankstelle, im Supermarkt und im Kiosk zu kaufen. Die Karte ist die absolute Nummer Eins, wenn es ums geheime Zahlen im Netz geht; denn sie hat mehr als eine Million Nutzer und kann in mehr als 3.500 Läden im Netz zum Zahlen gebraucht werden.

Diese Geschäfte müssen maximal 11 Prozent dieses Betrags an den Betreiber entrichten und die Stellen, die diese Karten veräußern, bekommen ein Zwanzigstel an Provision. Doch der Staat will alles andere, nur nicht, dass die Anonymität bei finanziellen Angelegenheiten gewahrt ist. Die Zahlungsanbieter, zu denen auch "UKash" gehört, sind normalerweise im Ausland ansässig und so kann nur etwas gegen sie getan werden, wenn änderungen im europäischen Recht erfolgen.

Diese änderungen dauern sehr lange und sind nicht gerade einfach. Deutschland hat wieder einige schlimme Bilder in petto, um diese neuartigen Produkte auf Eis zu legen. Man sagt, dass Drogenhändler, die Geld waschen und auch Terroristen diese Karte verwenden, um das Geld, das sie durch unlautere Geschäfte eingenommen haben, sauber zu machen. Die Taktik ist leicht.

Die Gauner erwerben diese Karten in kleinen Mengen, machen ein Geschäft im Netz auf oder hinterlegen das Geld auf Spieleseiten; damit sie es als erlaubtes Geld auf ihr Konto überführen können. Im Rahmen dieses Ladens zahlt man dann auch noch Abgaben an die Regierung. Hier muss die Regierung natürlich etwas tun, denn wenn man die Unternehmen nicht gleich greifen kann, hat die Bundesrepublik nun die Veräußerung im Inland stark begrenzt.

Die Stellen dürfen nur noch eine solche Karte je Person auf anonymer Basis verkaufen. Karten mit einem höheren Wert sollen nur dann über den Ladentisch gehen, wenn ein Ausweis vorgelegt wurde, dieser Fall tritt selten ein. Keine Kassenkraft, sei in der Annahmestelle oder bei der Tankstelle, macht eine Kopie von dem Ausweis.

Der Käufer hat den Eindruck, kriminell zu sein, wenn er eine Karte mit einem Wert von über 100 Euro erwerben will. Der Zweck der änderung des Gesetzes ist die komplette Untersagung dieser nichtöffentlichen Zahlungsoptionen im Netz. "Paysafe" will dies natürlich verhindern; via eine Funktion zur Anmeldung auf der Internetseite ist es möglich, ein Konto aufzubauen und mit "PostIdent" eine Verifikation durchzuführen.

So kann dann auch eine Zahlung von über 100 Euro je überweisung im Netz durchgeführt werden. Doch wenn man ehrlich ist, ist es die Nichtöffentlichkeit und das Simple, das dieses Produkt so neuartig macht. Es gibt auch noch mehrfach Schwierigkeiten beim "Processing" bei den Zahlungen auf Internetseiten; denn diese hängt sich oft auf und niemand will sich dann darum kümmern.

Die Geschäfte im Netz sind dafür nicht verantwortlich und geben den Hinweis auf den Kundendienst des Unternehmens. Dieser Kundendienst ist nicht eben der Beste im Netz; denn man erhält stets Musterantworten und der Dienst per Telefon setzt ahnungslose Callcenter-Mitarbeiter ein.

Schon zahlreiche Geschäfte im Netz haben sich aus diesem Grund von dieser Zahlungsmöglichkeit getrennt.

geschrieben am 15.10.2012 von Fabian Fehrmann


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