Pokerbetrug in den Staaten

Es besteht ja kein Zweifel daran, dass Poker inzwischen ein sehenswertes Hobby und anerkannter Sport ist, der all seine zwielichtige Hinterzimmer-Atmosphäre gegen jede Menge Prestige und Lifestyle eingetauscht hat. Aber nach wie vor - wie immer, wenn es um viel Geld geht - lockt das Pokerspiel doch immer wieder mal fragwürdige Gestalten an, die hinter dem strategischen Kartenspiel ein leicht verdientes Vermögen riechen.

So geschehen auch bei einer Bande von Pokerbetrügern in den Vereinigten Staaten, die in den vergangen sieben Jahren wohl so manchen Geschäftsmann um einige Tausender erleichtert haben dürften.Die Strategie der Betrüger schien dabei direkt aus einschlägigen Gängsterfilmen zu stammen. Vorgegangen wurde nämlich wie folgt: Als Opfer wurden junge und wohlhabende Geschäftsmänner ausgesucht, die zu einem inszenierten Meeting geordert wurden, bei dem Geschäftsbeziehungen oder sogar finanziell umfangreiche Handelsabschlüsse gehen sollte.

Wenn die Geschäftsmänner dann erschienen erwartete sie aber keine Konferenz, sondern eine Pokerrunde die sich - angeblich - in den letzten Händen befände. Man erklärte dem Opfer, dass es eine kleine Feier gegeben hätte und man gleich zum Meeting übergehen würde, man wolle nur noch die letzte Runde spielen. Und wie es der Zufall so will, wurde auch ein Platz am Tisch frei, weil einer der Spieler aus irgendeinem vorgeschobenen Grund plötzlich weg musste und das Opfer wurde gefragt, ob er nicht kurz für diese Runde für diesen Spieler einspringen wolle.

Wenn der junge Geschäftsmann dann einwilligte, gewann er natürlich - und gleich einen stattlichen Gewinn. Auf den Geschmack gekommen, fiel es den Opfern dann natürlich schwer zu einer weiteren gespielten Hand Nein zu sagen. Auch da bekam er dann ein hervorragendes Blatt auf die Hand gespielt und wurde dazu gereizt, viel Geld aus der eigenen Tasche zu setzen.

Es ist wohl kaum nötig zu sagen, dass der Spieler trotz der guten Hand gegen ein noch besseres Blatt verlor und um sein Geld erleichtert wurde. Die ganze Strategie klingt zwar etwas abgedroschen, aber laut den interviewten Opfern sollen die Betrüger ihre Rollen so gut gespielt haben, dass man schnell darauf reingefallen sei. Seit 2003 sollen die Betrüge mit mehreren dieser inszenierten Meetings täglich etliche Geschäftsmänner um ihren Portmonee- Inhalt erleichtert haben. Offenbar muss sich diese Strategie gerechnet haben.

geschrieben am 25.03.2011 von Jessica Neumann


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