Pokergesetze in Amerika nicht einfach

Bei den amerikanischen Spielern ist nun Entspannung angesagt, denn in der aktuellen Vorlage des Regulierungsgesetzes von virtuellem Pokerspiel der Herren Senatoren Reid und Kyl ist enthalten, dass Pokerspieler, welche Seiten ohne Zulassung nutzen, nicht bestraft werden.

Bei den Bundesstaaten geht es langsam vorwärts, aber auf staatlichem Niveau stehen noch die Gesetzesvorlagen zur Debatte. Dabei hat der Entwurf "Reid und Kyl Bill" das meiste Potential. Schon vor Kurzem wurden erste Informationen bezüglich der "Internet Gambling Prohibition" und dem "Poker Consumer Protection and Strengthening UIGEA Act of 2012" bekannt.

Jetzt liegt eine neue Vorlage vor, welche durch die "Poker Player Alliance" und auch die Seite "QuadJacks" bekannt wurde. Es gibt hier nicht viel Neues, aber immerhin will man Spieler, welche sich auf angeblich unerlaubten Seiten tummeln, nicht belangen. Man will aber Betreiber zur Rechenschaft ziehen, die gemäß dem "UIGEA" in den Vereinigten Staaten tätig waren.

Diese Portale sollen 60 Monate Wartezeit eingehen, bis eine Konzessionsbewerbung möglich ist. Doch man will für die Unternehmen, welche noch nicht im Besitz einer amerikanischen Konzession sind, sowieso zwei Jahre Wartezeit einführen. Aus diesem Grund ist für Viele dann nur eine Zusammenarbeit mit einem großen Casinounternehmen möglich.

Die Eingrenzung des Spielerpools ist auch nicht neu, aber sehr wichtig. So manche Vorlagen, wie die aus dem Bundesstaat New Jersey, enthalten, dass ein getrennter Spielerpool mit weiteren Staaten vorliegt.

Trotzdem wollen die beiden Senatoren eine Landeslösung durchsetzen; sodass die Amerikaner im Netz sind, mit der restlichen Pokerbranche aber nichts zu tun haben. Interessant sind auch die Spiele in der Politik um die Vorlage. Herr Reid kommt aus dem Bundesstaat Nevada und betrachtet diesen als Zentrale des virtuellen Pokerspiels. Weitere Bundesstaaten wollen aber nicht leer ausgehen und da sind Streitereien vorprogrammiert.

Aber auch in Nevada gibt es Probleme, denn momentan kämpfen der Republikaner Heller und Frau Berkley um die politische Vormacht. Herr Heller stand lange hinter Herrn Reid. Wenn er aber die Wahlen gegen Frau Berkley gewinnen würde, dann hätten die Republikaner das Sagen im Staat und so bekäme Herr Reid eine Menge Einfluss.

Die Gegnerin gehört zwar den Demokraten an, doch sie ist nicht unbedingt für Herrn Kyl, welcher vor sechs Jahren einen großen Anteil am "UIGEA" hatte. Sie stimmte nicht für den "UIGEA" als Einzelgesetz und befürwortete 2011 die "Barton Bill".

Doch die erstgenannte Vorlage sieht sich großen Schwierigkeiten gegenüber, denn wenn dieses Gesetz nicht in Kürze abgesegnet wird, dann kümmern sich immer mehr Bundesstaaten selbst um die Regulierung. Fazit: Eine Regulierung auf Bundesebene könnte dann nicht mehr so einfach bewerkstelligt werden.

Wenn Herr Heller die Wahlen gewinnt, dann möchte er eine bundesweite Regulierung binnen der nächsten "Lame Duck Session" durchsetzen. Fachleute beurteilen dieses Vorhaben als sehr ehrgeizig.


geschrieben am 25.10.2012 von Tanja Eberhardt


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