Acht Jahre Gefängnis für Robert Andersson

Mit einem Koffer voll Drogen wurde der berühmt-berüchtigte Pokerbetrüger Robert Andersson in einem Hotelzimmer verhaftet. Inzwischen ist die Anklage auf Drogenschmuggel durch und Andersson muss für volle acht Jahre hinter Gefängnismauern verbringen.

Der Szenename der geschmuggelten Drogen ist M-Cat oder auch MMC Hammer. Unter diesen Namen wird Mephedron gehandelt, das eine ähnliche Wirkung wie Ecstasy entfalten soll. Mit immerhin einem Kilo der Pillen ist Andersson von England nach Schweden geflogen, weil Mephedron bis vor kurzen noch in England legal war, während es in Schweden schon seit zwei Jahren verboten ist.
Die Polizei kam zu der Verhaftung über die Aussage eines Mädchens, dass mit ihrem Vater bei einer Polizeiwacher erschien. Auf ihren Bericht hin, dass sie mit Andersson und anderen mehrere Tage in einem Hotelzimmer verbrachte und Drogen nahm.

In der Pokerszene wurde Robert Andersson aus Jokkmokk (Schweden) aber auch nicht durch die großen Gewinne bei Main Events bekannt. Seine Berühmtheit entstand vor allem dadurch, dass sein Name in einigen Szeneforen in Verbindung mit wilden Betrügereien auftauchte.

Der Schwede schaffte es, gutmütigen Spieler hohe Summen an Geld abzunehmen und damit dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Die Strategie bestand in der Regel darin, dass er mit erfundenen Geschichten das Vertrauen seiner Opfer erschlich und sich dann begann Geld von ihnen zu leihen.

So auch geschehen im Jahr 2008, wo er sich mit einem Spieler aus dem US-Amerikanischen Raum anfreundete. Bryan war der Name seines damaligen Opfers. Auch von ihm lieh sich Andersson Geldbeträge. Zunächst geringe Summen, die mit der Zeit Anstiegen. Natürlich versprach er immer wieder, er könne und würde das Geld zurückzahlen. Letztendlich erreichte der Betrug seine Spitze, als er 30 tausend Dollar von Bryan erhielt. Die Szene spielte sich an einem schwedischen Flughafen ab, wo er seinem gutgläubigen Opfer den Geldbetrag abnahm. Danach verschwand Andersson.

In der Pokerszene befürchtet man, dass diese Ereignisse ein negatives Licht auf andere Pokerspieler könnte. Poker wird allgemein als Glücksspiel schnell in einen zwielichtigen Bereich zwischen legal und illegal geschoben. Dass sich unter den Millionen Pokerfans auch mal ein faules Ei finden kann, darf aber nicht Zweifel über die Rechtschaffenheit der Szene aufkommen lassen.


geschrieben am 31.05.2010 von Fabian Fehrmann


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