Spielsucht in Memmingen wird der Kampf angesagt

Ein Herr von der "Psychosozialen Beratungsstelle" in Memmingen sagte, dass es für viele Spieler mit dem Spielreiz beginnt, dann entwickeln sie eine Sucht.

Gemeinsam mit der Sparkasse hat man nun eine Plakataktion mit dem Namen "Verspiel nicht dein Leben" ins Leben gerufen, um das Problem der Spielsucht hervorzuheben. Ist die Spielsucht eingetreten, dann verabschiedet sich der Kranke aus der Realität und blendet seine Umwelt aus.

Der Herr und seine Kollegin beobachten einen konstanten Anstieg von Suchtkranken. Pro Jahr kommen maximal 120 Kranke zur Beratungsstelle und zumeist sind es zunächst die Verwandten, die Hilfe möchten, wie sie mit dem spielsüchtigen Verwandten umgehen sollen.

Der Herr erklärt, dass die Leute heutzutage bereits als Kinder am Rechner mit Glücksspielen vertraut gemacht werden. Zudem finden sich immer mehr Casinos, Spielhallen und Automaten in den Kneipen und Lokalen. Aus diesem Grund gibt es immer mehr Spielsüchtige, die gerade an den Automaten zu finden sind.

Vor sechs Jahren gab es in Bayern rund 10.000 erlaubte Automaten, sechs Jahre später sind dies mehr als doppelt so viele. Die Berater finden die Lage im Umkreis von Memmingen besonders schlimm. Der Herr sagte, dass im Bundesland Bayern rund 350 Menschen auf einen Automaten kommen, in Memmingen sind es 130 Leute.

Es fällt laut Angaben der Berater besonders auf, dass zahlreiche Suchkranke auch andere Suchtproblematiken haben, wie beispielsweise mit dem Alkohol, worunter immer das persönliche Umfeld leiden muss. Dieses empfindet oft große Scham und sucht meist recht spät nach Hilfen.

Dem Gebietsleiter der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim sind die Schwierigkeiten von seinem Beruf her bekannt. Man achtet nun mehr auf Zeichen, welche beim Kunden ein Hinweis auf Spielsucht sein können und spricht denjenigen dann darauf an.

Er erklärt, dass kaum jemand eingesteht, der Spielsucht anheimgefallen zu sein.


geschrieben am 13.10.2012 von Jessica Neumann


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