The Frenchman in Haft

Cyril Mouly, der unter dem Namen "The Frenchman" in der Pokerszene bekannt wurde, gehört zu einen der schillernden Figuren der Pokerwelt. Er tauchte quasi aus dem Nichts auf und setzte sich schnurstracks zu den ganz großen Fischen der Szene an den Spieltisch.

Genauer gesagt an den Pokertisch im Bobbys Room in Las Vegas, wo er mit dem Who is Who der Szene spielte. Auch nahm er 2009 an dem Million Dollar Cash Game teil. Aber wenn man so hoch einsteigt, muss man auch bereit sein Geld zu verlieren und das tat the Frenchman auch. Tatsaächlich wurde er vor allem dadurch bekannt, dass ihm das Geld sehr locker saß und er enorme Summe an den Pokertischen verzockte. So mancher Pokerspieler konnte sich kräftig an dem Franzosen bereichern.

So bald werden die Spieler im Bobbys Room nun aber vielleicht keine Gelegenheit mehr haben, von Cyril Mouly etwas leicht verdientes Taschengeld einheimsen zu können, denn The Frenchman sitzt im Gefängnis. In Marokko wurde der 38 jährige verhaftet und bereits der französischen Polizei übergeben. Bereits ein Jahr soll bereits der Haftbefehl für Cyril Mouly existiert haben.

Der Grund dafür ist alles andere als ein Kavaliersdelikt, denn der Franzose soll einen Wirtschaftsbetrug mit einem Erlös von 12 Millionen Euro durchgeführt haben. Im Zentrum des Betruges soll die Firma IT Dealing gestanden haben, an deren Gründung Cyril Mouly zusammen mit 13 anderen Tätern beteiligt gewesen sein soll. IT Dealing soll als Deckmantel für verschiedene Arten von organisierten Betruges und Geldwäsche gedient haben. Beispielsweise soll über diese Scheinfirma umfangreiche Werbe- und Marketingmaßnahmen verkauft worden sein, die zwar bezahlt, aber nie umgesetzt wurden.

Wie sich für Cyril Mouly dieser Sache entwickeln wird, ist aber noch sehr unklar. Sein Anwalt scheint sich sehr sicher zu sein, dass er bald wieder auf freien Fuß sein sollte. Immerhin scheint sich keiner der anderen Beteiligten von IT Dealing in Haft zu befinden, so der Anwalt. The Frenchman jedenfalls beteuert aufs eindringlichste seine Unschuld.

geschrieben am 23.03.2011 von Tanja Eberhardt


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