US-Bürger für Legalisierung von Internet-Glücksspiel

Es ist schon erstaunlich, wie oft die Diskussion um das Online-Gambling in der USA schon totgesagt wurde und wie oft sich gezeigt hat, dass der Markt doch immer wieder kurz davor war, zumindest ein Stück liberaler zu werden.

Erst kürzlich zeigte sich dies wieder in New Jersey, wo eine Gesetzesnovelle von allen Instanzen durchgewunken wurde, die innherhalb des Bundesstaates das Online Pokern ermöglicht hätte. Hier scheiterte es erst bei dem Gouverneur Chris Christie, dessen Unterschrift als einzige noch fehlte und der stattdessen gebrauch von seinem Veto-Recht machte.

Aber trotz dieses neuerlichen Rückschlages für den amerikanische Gambling-Markt stehen schon bald wieder die nächsten Diskussionen und Gesetzesvorschläge auf dem Plan. Aber warum ist das so? Warum wird dieses Thema immer wieder diskutiert, obschon doch die Regierung der Staaten eine recht deutliche Abneigung gegenüber diesem Thema aufzeigt?

Diese Frage stellten sich wohl auch die Redakteure des renommierten Magazins "Wall Street Journal"und führten vor kurzem eine Befragung unter den Amerikanern durch. Thema war die Einstellung der US-Bürger zum Glücksspiel im Internet und das Ergebnis war verblüffend: die deutliche Mehrheit war für eine Legalisierung und Liberalisierung diesen Marktes.

Ganze 78 Prozent der befragten sprach sich für eine öffnung dieses Marktes aus. Einer der befragten US-Bürger wurde zitiert mit: "Das Internet ist eine internationale Plattform und die Vorstellung, dass Online-Gambling überall auf der Welt erlaubt ist, nur in den USA nicht, ist kindisch und albern. Online-Gambling sollte legalisiert und besteuert werden wie jedes andere Business auch."

Dieses Ergebnis ist besonders daher interessant, dass Chris Christie in New Jersey die Gesetzesnovelle zur Legalisierung von Online Gambling ablehnte, weil er zunächst einen Volksentscheid dafür haben wollte. Dem Wall Street Jornal zufolge würde dieser Volksentscheid aber sehr deutlich zugunsten des Internet-Glücksspiels ausfallen. Das thema ist also noch lange nicht vom Tisch.

geschrieben am 11.03.2011 von Fabian Fehrmann


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