Virtuelles Glücksspiel erlauben? - Nein danke!

Die kommenden Präsidentschaftswahlen in Amerika lässt den Pokerspielern scheinbar nur eine Möglichkeit offen und die heißt für Barack Obama zu stimmen.

Die Republikaner und ihr Kandidat Romney stellten auf dem Parteitag zur Nominierung in Florida einen Plan vor, der das Wahlprogramm umfasst. Hierin findet sich auch ein Abschnitt bezüglich des virtuellen Glücksspiels. Hier verlangt man die Wiedereinführung des "Wire Act"; dieser befindet jede Form des virtuellen Glücksspiels für unrechtmäßig.

Der republikanische Kandidat für die Präsidentschaft ist in aktuellen Umfragen noch weit abgeschlagen hinter dem Amtsinhaber. Aus diesem Grund muss der Wahlkampf wohl radikaler gestaltet werden; sprich man geht gegen Einwanderer, Liberale und auch Glücksspieler vor.

Die Kollegen von Mitt Romney dürften mit der Rhetorik keine Probleme haben; da sein Schattenkabinett um den Stellvertreter Ryan aus Radikalen und Fundamentalisten religiöser Natur besteht. Diese befassen sich, wie man weiß, gerne mit dem Thema Glücksspiel. Das vorgestellte Kapitel lautet übersetzt: "Wie das Internet familienfreundlicher gestaltet werden kann."

Hierin ist zu lesen, dass bereits heute zahlreiche US-Bürger der Spielsucht zum Opfer gefallen sind. Dies zerstört ihre Angehörigen, sich selbst und auch die Gesellschaft. Im entscheidenden Abschnitt ist zu lesen, dass man sich für die Untersagung des virtuellen Glücksspiels stark macht und fordert, dass die Auslegung des "Wire Act", die durch das amerikanische Justizministerium erfolgt ist und die das virtuelle Glücksspiel eventuell gestattet, aufgehoben wird.

Die Demokraten um den amtierenden Präsidenten zeigten ihre Meinung zu diesem Thema in einer Stellungnahme vor vier Monaten. Diese steht in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Vorschlag der "Poker Players Alliance", kurz "PPA".

Man steht einer Erneuerung des "Wire Act" positiv gegenüber; doch eine Regulierung liegt eher bei den Bundesstaaten anstelle bei der Regierung. Die Regierung ist sich im Klaren darüber, dass viele US-Bürger zum Spaß im Netz spielen.

Es ist offensichtlich, dass virtuelle Wetten auf sportliche Veranstaltungen dem Bundesrecht zuwiderlaufen. Bei den anderen Arten des virtuellen Glücksspiels liegt die Verantwortung eher bei den Bundesstaaten.

Findet hier keine Regulierung statt, dann verstoßen diese Dienstleistungen auch gegen das Bundesrecht.

geschrieben am 13.09.2012 von Jessica Neumann


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