Was macht einen erfolgreichen Profi-Pokerspieler aus?

Jeder "Grinder" im Bereich "Small Stakes" wünscht sich wahrscheinlich ein solch aufregendes Leben.

Man ist immer auf Reisen in den schönsten Metropolen und spielt dabei auch noch Poker. So ist das Leben eines Pokerspielers, der Erfolg hat, wirklich lohnenswert. Ein solches Glück wurde auch Herrn Nitsche zuteil, er gehört seit drei Jahren zur Pokerbranche und 2012 schaffte er etwas Besonderes. Er erspielte ein Armband bei der Poker-WM und sein Name ist nun in der Geschichte des Pokerspiels zu finden.

Es ist klar, dass der junge Mann dieses Jahr zu den besten und talentiertesten Pokerspielern gehört und er ist bei beinahe jeder großen Veranstaltung bei unterschiedlichen Turnierreihen dabei. Als einziger deutscher Spieler gelang es ihm 2012, ein Armband bei der Poker-WM in Vegas zu ergattern. Für den ersten Rang gab es über 650.000 Dollar. Vor drei Jahren gewann bei der Veranstaltung für "HighRoller" der "WPT" in Marrakesch den zweiten Platz und siegte auch bei der "LAPT" in Mar del Plata.

Die Summe, die er in Turnieren erspielt hat, beläuft sich auf 2 Millionen amerikanische Dollar. Dem Spieler aus Minden ist viel Glück für seine gute Laufbahn zu wünschen. Er hat gerade die "Partouche Poker Tour" verlassen und dabei nicht gut abgeschnitten. In einem Interview wurde er gefragt, wie er den Wettkampf erlebte und was er vom Skandal um den Preispool hält.

Er antwortete, dass der Wettkampf nicht so gut lief, wie er gedacht hatte, denn zum Ende des zweiten Spieltages war für ihn Feierabend. Das Turnier lief ohne große Ereignisse ab und er war bei keinem der großen Preisgelder dabei, aber so laufen Wettkämpfe oft ab. Er befand sich an den zwei kniffligsten Tischen überhaupt und hier ist es nicht leicht, ohne Karten Jetons zu ergattern. Damit man in einem Turnier etwas reißt, muss Fortuna auf der Schulter sitzen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob dies "Coinflips", "Set over Set" oder Sonstiges ist. Wegen der optimalen Blindstruktur war es ihm möglich, beinahe zwei Tage zu überstehen und nicht in große Preisgelder hineinzurutschen. Doch unglücklicherweise wurde der "Coinflip", den er gegen den Spieler Gruissem spielte, verloren. Herr Nitsche erklärte, dass zum obengenannten Eklat schon alles geschrieben und gesagt wurde. Er beglückwünscht die Spieler, denen es gelungen ist, ins Geld zu kommen und er ist glücklich darüber, dass der Gastgeber nun die 5 Millionen gezahlt hat.

Dieses Jahr war für den jungen Mann sehr erfolgreich, denn er verwirklichte den Traum der Spieler und holte ein Armband bei der Poker-WM. Doch man fragt sich, wann die Zeit gekommen war, wo er sich für fähig hielt, auch gegen die großen Spieler anzutreten. Es stellt sich auch die Frage, ob es ein entscheidendes Erlebnis in seiner Laufbahn gab, bevor er bei den großen Veranstaltungen dabei war.

Herr Nitsche sagte, dass es der Tag war, als er im April vor drei Jahren bei der "LAPT" in Südamerika nach dem ersten Tag den 10. Platz bei den Jetons einnahm. Seine Erfolge, die er im Netz erzielt hatte, bescherten ihm schon davor ein starkes Selbstbewusstsein und er war sich über seine Talente im Klaren. Ungeachtet dessen überstand er bis zu diesem Tag nicht den ersten Spieltag eines Turniers im Liveformat.

Dies wurde in Südamerika anders, als er am ersten Spieltag die Herren Hachem und Akari ausschaltete. Er ist der Meinung, dass sich Poker im Liveformat und im Internet nicht maßgeblich unterscheiden. Wenn man in Wettkämpfen pokert, dann ist man viel unterwegs, was eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. Das Pokerspiel verwandelt sich dabei in einen Vollzeitjob. Man fragt sich, ob es Sachen gibt, die der junge Mann im Zuge seiner Karriere außer Acht lässt und wie es ihm gelingt, Poker und Privates zu vereinbaren.

Auf diese Frage kann er keine Antwort geben; denn Poker ist aktuell am Wichtigsten. Dies liegt daran, dass er gerne den dritten Titel gewinnen will. Zudem ist er nun in der britischen Hauptstadt ansässig; aus diesem Grund ist es nicht leichter geworden, Zeit für Privates zu haben. Dies ist sehr schade, doch es lässt sich nicht ändern. Die Angehörigen und die Freunde bringen für diesen Umstand viel Verständnis auf, dass er viel weg ist und helfen ihm.

Interessant ist auch, wie die restliche Pokersaison für ihn verlaufen wird. Herr Nitsche sagt, dass dies selbstredend mit viel Stress verbunden ist. Er ist gerade in die französische Hauptstadt gekommen er spielt dann Tag 1a. Nach dieser Veranstaltung wird er vermutlich im Rahmen der "WPT" nach Malta reisen. Vor hier aus reist er ins französische Cannes, wo die "WSOPE" stattfindet und als nächstens steht die "EPT" im italienischen San Remo auf dem Programm.

Er hat sich noch nicht überlegt, was er dann vorhat, möglich wäre die "World Poker Tour" in der österreichischen Hauptstadt. Aktuell denkt er darüber nach, ob er bei der "Asian Championship of Poker" in Macao oder beim großen Finale der "LAPT" in der peruanischen Hauptstadt dabei sein soll.

Wenn er nach Macao fliegt, dann will er vorher einige Zeit in Japan haltmachen. Im Winter hat er Hongkong besucht und er mochte die Stadt sehr. Er hat vor, sich noch mehr von Asien anzusehen. Reist er aber nach Peru, dann reist er vermutlich gleich danach ins kanadische Montreal, wo die "WPT" stattfindet.

An beiden Orten wird er ein paar gute Freunde treffen; hier eine Entscheidung zu treffen ist nicht leicht. Das Endprogramm für dieses Jahr ist schon festgelegt, er wird die "WPT Mazagan", die "WPT" in Prag und die "EPT" in der gleichen Stadt besuchen. Der erste Ort ist optimal zum Urlaubmachen und er möchte die zwei Wochen Pokerspannung in Prag im Winter nicht verpassen.

Man fragt sich auf, ob er den Fans, die sich überlegen, mit dem Pokerspiel auf professionelle Weise anzufangen, etwas mit auf den Weg geben kann. Interessant ist, was man berücksichtigen muss und ob man auf virtuellem Wege als Anfänger durch die Limits kommt, da die Konkurrenz sehr gut geworden ist.

Herr Nitsche sagt, dass dies immer einer Option ist. Trotzdem ist es heute sehr wichtig, mehr Zeit einzuplanen, um erfolgreich zu sein. Es ist wichtig, sich zu überlegen, welche Versionen und Limits man nutzen will und ob dies live oder im Netz erfolgen soll. Man sollte sich auch fragen, ob man ausreichend Geldreserven hat und ob Verluste tragbar sind. Dies sollte geschehen, bevor man professionell zu spielen beginnt.

Wichtig ist auch, dass man die Bereitschaft hat, sich immer neu zu erfinden, denn das Pokerspiel wird nicht leichter. Heute findet man viel weniger gute Spiele um Geld im Bereich "NLHE" als solche im Bereich "PLO". Dies ist dem Umstand geschuldet, dass das spannungsgeladene Spiel am Liebsten von den Zockern genutzt wird.

Aus diesem Grund ist es für jeden professionellen Spieler oder denjenigen, der dies machen möchte, wichtig, sich mit "Omaha" auseinanderzusetzen, denn es wird zukünftig viel erfolgreicher sein als "NLHE".

geschrieben am 02.10.2012 von Tanja Eberhardt


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